„Der kleine Jesus möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden“. Das war der ZWEITE Gedanke, der mir zum heutigen Evangelium am Familiensonntag kam. Der erste war eher die Situation, man ist im Kaufhaus oder sonstwo unterwegs und das eigene Kind – eben noch an der Hand – ist plötzlich weg. Auch Maria und Josef sind nicht ungeschont davon gekommen. Mit dieser Perikope holt Lukas seine Zuhörer*innen direkt im Alltag ab und sorgt für Spannung.
Das Video behandelt das Evangelium des Familiensonntags und bezieht sich auf die Situation, wenn man plötzlich sein Kind in einem Kaufhaus oder an einem anderen Ort verliert und erleichtert ist, es wohlbehalten wiederzufinden. Lukas wählt diese Alltagssituation, um die theologische Komplexität der Menschwerdung Jesu darzustellen, ohne in abstrakte theologische Konzepte abzudriften. Das Bild des göttlichen und doch verletzlichen Kindes in der Krippe spricht die Menschen auf einer emotionalen Ebene an. Lukas betont, dass Maria nicht die überfürsorgliche Mutter ist, die ständig über Jesus wacht, sondern dass sie Vertrauen und Gelassenheit zeigt. Obwohl später Sorge und Vorwurf aufkommen, bleibt Jesus menschlich und verträumt wie jedes Kind. Seine Antwort, in der er das Wort "Vater" mit Gott gleichsetzt, vermittelt die Vorstellung, dass sich in ihm das Wesen Gottes offenbart. Dieses Mysterium der Menschwerdung Jesu ist kaum zu begreifen, aber es ist die Essenz dessen, was über 2000 Jahre von Theologen und Konzilien versucht wurde auszudrücken. Mit diesen Gedanken wünscht der Sprecher weiterhin eine gesegnete Weihnachtszeit.